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Die Urahnen der Feliden (der katzenartigen Raubtiere) traten in unserer Erdgeschichte bereits vor 65 Millionen Jahren auf. In weiteren 15 Millionenjahren entwickelten sich aus ihnen die Urraubtiere Miacidae. Im mittleren Tertiär hatten diese marderähnlichen Geschöpfe ihre Blütezeit. Sie besaßen bereits gut entwickelte Reißzähne. Mit diesem überlebenswichtigen Attribut ausgestattet, entwickelten sich aus den Miaciden ...
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...in ihrem Erscheinungsbild so unterschiedliche Tiere, wie Hunde, Bären, Waschbären, Marder, Ginsterkatzen, Hyänen und Katzen. Hunde und Katzen haben zwar in grauer Vorzeit einen gemeinsamen Ahnherr, aber eine weitere, jünger zu datierende Verwandtschaft liegt nicht vor. Vor etwa 35 Millionen Jahren haben sich die Vorfahren der katzenartigen Raubtiere - die Schleichkatzen - abgespalten, und von diesen separierten sich zu Beginn des Miozän die Vorläufer der echten Katzen. Eine Übergangsform zwischen den Schleichkatzen und den echten Katzen hat sich auf der Insel Madagaskar bis in die Neuzeit retten können. Es ist die Frettkatze (Cryploprocta ferox). Seit etwa 10 000 Jahren gibt es die Familie der Katzen (Felidae), zu der auch unsere Hauskatze gehört.Alle heute lebenden Katzenarten stimmen mit den frühen Formen verblüffend genau überein. Die einzige ausgefallene Variante, der Säbelzahntiger, hat sich unter den katzenartigen Raubtieren nicht bewährt. Er starb im Diluvium aus.
Am Ende der Eiszeit waren die echten Katzen dann unter sich. Sie eroberten alle Kontinente mit Ausnahme von Australien.

Mehr Informationen zum Säbelzahntiger finden Sie bei Wikipedia.

Die Säbelzahnkatzen erhielten ihren Namen wegen der extrem langen, gebogenen Eckzähne, die bei einigen Arten bis zu 20 cm lang werden konnten. Die Tiere konnten ihren Unterkiefer im 95°-Winkel aufreißen, was auch nötig war, um die langen Zähne voll einsetzen zu können. Heutige Katzen können ihre Kiefer nur um 65-70° öffnen. Im Habitus glichen sie heutigen Katzen, obwohl die meisten Formen gedrungener gebaut und damit wohl weniger elegant als die uns vertrauten Arten waren. Viele besaßen einen relativ kurzen Schwanz, wie wir ihn vom heutigen Luchs (Lynx lynx) her kennen. Eine weit verbreitete Vorstellung ist, dass Säbelzahnkatzen durchweg sehr groß waren. Tatsächlich waren aber viele recht klein, teilweise kleiner als Leoparden oder ein Ozelot. Nur relativ wenige wie Smilodon populator oder Homotherium hatten in etwa die Größe eines heutigen Löwen. Die größte Art war der südamerikanische Säbelzahntiger Smilodon populator.

Säbelzahnkatzen waren nach aller Wahrscheinlichkeit aktive Räuber, obwohl gelegentlich darauf hingewiesen wird, dass diese Tiere auch reine Aasfresser gewesen sein könnten, was aber aus vielerlei Gründen äußerst unwahrscheinlich ist. Aufgrund der teilweise recht großen Körpergröße darf man annehmen, dass einige Arten recht stattliche Beutetiere erlegen konnten. Ob sie allerdings auch solch riesige Tiere wie Elefanten und Mammuts, oder zumindest deren Jungtiere angegriffen haben, ist nicht klar. Zahlreiche Funde von Mammutskeletten die neben einigen Skeletten der Scimitar-Katze (Homotherium serum) in der Friesenhahn-Höhle in Texas gefunden wurden, weisen darauf hin. Die Aufgabe der charakteristischen Säbelzähne ist bis heute umstritten. Möglicherweise gebrauchten die Tiere sie, um sehr großen Beutetieren tiefe Stich- und Reisswunden beizubringen, an denen die Opfer dann verbluteten. Kritiker dieser Annahme weisen darauf hin, dass die Zähne bei solch einer Belastung leicht brechen würden. Sie vermuten daher, dass diese Katzen ihre Zähne gebrauchten um der bereits am Boden liegenden, kampfunfähigen Beute gleichzeitig Halsschlagader und Luftröhre zu durchtrennen. Möglicherweise dienten die langen Eckzähne aber nur zum Imponieren gegenüber Artgenossen. Auch denkbar ist, dass sie auch auf unterschiedliche Weisen genutzt wurden, da diese bei verschiedenen Arten zum Teil recht unterschiedlich ausgebildet waren. Eine weitere Theorie ist, dass Säbelzahnkatzen sich von Blut, Eingeweiden und sonstigen weichen, leicht abzufressenden Körperteilen ernährten, welche die Säbelzähne nicht gefährdeten. Wahrscheinlich hatten sie wie die heutigen Katzen verhornte Papillen auf der Zunge, um ohne Gefährdung der Zähne auch von Knochen das Fleisch abzulösen.

Überreste von Säbelzahnkatzen wurden bislang auf allen Kontinenten mit Ausnahme Australiens gefunden. Die ältesten Funde sind etwa 10 Millionen Jahre alt. In Europa starben die Tiere mit der Gattung Homotherium vor rund 40.000 Jahren aus, in Nordamerika verschwanden vor etwa 10.000 Jahren die beiden Gattungen Smilodon und Homtherium fast zeitgleich. In Afrika und Südasien starb die letzte dort heimische Säbelzahnkatze Megantereon schon erheblich früher, vor etwa einer Million Jahren, aus. Fossilien von Säbelzahnkatzen wurden auch in Deutschland entdeckt. Aus dem Miozän stammen die Funde von Eppelsheim und Dorn-Dürkheim, aus dem Eiszeitalter die Funde von Neuleiningen bei Grünstadt, Würzburg und Wiesbaden (Mainz-Amöneburg).
Quelle: www.Wikipedia.de

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