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Was ist was? | :: Deklaration verstehen ::
Antioxidans / Antioxidantien: verhindert das Ranzigwerden von Fett und dient der Konservierung, natürliche Antioxidantien (Vit. C, Vit. E) schützen den Organismus vor "Freien Radikalen"
Ascorbinsäure: synthetisch hergestelltes Vitamin C, fälschlicherweise als 'natürliche' Antioxidantien' bezeichnet, die schon bei leichten Überdosierung einen schädigenden Einfluss gegen körpereigene Zellen ausüben. Vitamin C wird von gesunden Katzen in der Leber
selbstständig gebildet und muss nicht mit der Nahrung aufgenommen werden.
Ascorbyl Palmitat: fettlösliche Form von Vitamin C
Bäckereierzeugnisse: Brot, Nudeln, kann auch ein Hinweis auf versteckten Zucker sein, der in Katzenfutter nichts zu suchen hat
BHA= Butylhydroxyanisol (Code E 320) und BHT= Butylhydroxytoluol (Code E 321) sind bereits in vielen Teilen Europas verboten und werden nach wie vor als Konservierungsmittel eingesetzt
Bierhefe: Nebenprodukt der Bierherstellung, reich an Vitamin B
Blutmehl: getrocknetes, gemahlenes Blut- stickstoffreicher, schnell wirksamer, organischer Dünger
Braureis: Braureis ist ein Nebenprodukt der Reisherstellung, s.g. Schmachtkörner (Abfall), die für sonst nichts zu gebrauchen sind
Brauner Reis: unpolierter Reis (Natur- oder Vollkornreis)
Carrageen: Geliermittel- Im Tierversuch wurden Geschwürbildungen und Veränderungen im Immunsystem mit abgebautem Carrageen festgestellt. Es gibt Behauptungen, dass Carrageen die Aufnahme von Mineralien wie Kalium behindert und Allergien auslösen kann. Eine neue Studie zeigt darüber hinaus eine deutliche, bisher nicht gut erklärte antivirale Aktivität gegen humane Papillomviren (HPV), die Gebärmutterhalskrebs auslösen können.
Cellulose: unverdauliche Zellwandbestandteile (Ballaststoffe), z.B. Getreidehülsen, Nussschalen, Abfälle der Getreideherstellung
Cerealien: Abfall aus der Müsliherstellung
Chondroitin: Stoffwechselprodukt des Glucosamins (Das Glucosamin ist eines der Hauptmoleküle, die die Bildung von Gelenkknorpel fördern und zu deren Elastizität beitragen. Es ist damit perfekt auf das Chondroitin abgestimmt, das seinerseits die Zerstörung von älterem Knorpelgewebe hemmt. Es kommt im Knorpelgewebe zahlreicher Tierarten vor. Das Glucosamin ist ein Zuckermolekül, und Bestandteil der Proteoglykane. Diese sind ein Grundelement in der Knorpelbildung.) mit gleichen Eigenschaften, allerdings weniger gut verdaulich
Der Pathologe Prof. Dämmrich hat es schon vor mehr als 20 Jahren niedergeschrieben:
"... mit der Steigerung des Umsatzes der Futtermittelindustrie steigt die Rate der Erkrankungen bei Hunden und Katzen."
dehydriert: getrocknet
Digest: Flüssigkeit, die von tierischen Geweben mit Hilfe von chemischer oder enzymatischer Hydrolyse hergestellt wird-  chemisch vorverdaute Nahrung
DL-Methionin / DL-Lysin: chemisch hergestellte Aminosäuren, Hinweis auf sehr geringen Fleischanteil im Futter (oft in Trockenfutter enthalten)
EG-/EWG-/EU-Zusatzstoffe: künstliche Konservierungsstoffe wie BHA, BHT, Ethoxyquin und weitere Stoffe

Eier und Eierzeugnisse: Abfallprodukte aus der Eierverarbeitung

Eiweißextrakte: auch Kleber- pflanzlich aus z.B. Soja, Abfallprodukt bei der Mehlerzeugung, minderwertige Eiweißquelle
Erbsenkleie: Nebenerzeugnis der Herstellung von Mehl aus Erbsen, das in der Hauptsache aus Erbsenschalen besteht, die bei der Schälung und Reinigung von Erbsen anfallen
Erythrosin (E127):  künstlich hergestellter Azorfarbstoff
Ethoxyquin (E 324): Konservierungsmittel- effizientes und sehr billiges chemisches Antioxydant (Hersteller US-Multi Monsanto, ursprüngliche Verwendung war, die Haltbarkeit von Gummi zu verbessern), in Lebensmitteln nicht mehr zugelassen (früher zur Oberflächenbehandlung von Äpfeln)

Fette: wenn nicht genauer bezeichnet, meistens Abfall. Die meisten "Tierkörperbeseitiger" in Holland, Belgien und Deutschland haben als zweiten Gewerbezweig die Fettherstellung.  Hochwertige Fette und Öle werden in der Regel genau angegeben.

Fischmehl: getrocknete Fischnebenerzeugnisse und/oder getrocknetes Fischfleisch
Fischnebenerzeugnisse: Fischinnereien, Flossen, Köpfe, Gräten, Fischaugen etc.
Fleischmehl (Tiermehl): kann, wenn nicht näher bezeichnet, alles beinhalten und stammt meist aus Abdeckereien und darf seit 2001 nicht mehr an Nutztiere verfüttert werden
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse: wenn nicht näher bezeichnet, alles von Tierkörpern oder Teilen von Tierkörpern warmblütiger Landtiere (z.B. Häute, Hufe, Blut, Federn, Mägen, Därme, Lunge, Grieben, Sehnen, Knochen und Tiermehl). Nebenerzeugnisse sind alle Produkte, die nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind.
Fructo-Oligosaccharide: regeln die Darmtätigkeit auf natürliche Weise und sorgen für ein gesundes Gleichgewicht innerhalb des Verdauungssystems.
Der Zusatz ist nötig, wenn das z.B. Futter aufgrund seiner Zusammensetzung schlecht verdaulich ist. Zusätzlich wird Durchfall unterdrückt, der auf Grund der Inhaltsstoffe natürlicherweise entstehen würde. Fructo-Oligosaccharide kommen gerne in Diätfuttermitteln zum Einsatz.
Geflügelmehl: KEIN Fleisch, sondern Geflügelschlachtnebenprodukten (alles vom Huhn was kein Fleisch ist u. a. auch Federn, Klauen, Schnäbel)
Geflügelfleischmehl: reines Fleisch NACH DEM TROCKNEN!
Geflügelprotein: besteht aus einer Mischung von Geflügelschlachtnebenprodukten (alles vom Huhn was kein Fleisch ist u. a. auch Federn, Klauen, Schnäbel)
Geflügelnebenprodukte: sind in der Regel Köpfe, Füße, Eingeweide, Blut, Urin (als Salzersatz, der Hersteller braucht Salz als Zusatzstoff nicht mehr aufzuführen) und Federn (Füllstoff)
Gemüse: wenn nicht näher aufgeführt, können alle Gemüsearten oder sogar Hülsenfrüchte sein. Hülsenfrüchte im Futter können zu Verdauungsproblemen führen.
Geschmacksverstärker: sind schädlich und sollten in einem hochwertigen Futter auch nicht notwendig sein, weder künstliche Aromastoffe noch natürliche Verstärker wie Zucker oder Karamell.
Getreidemehl: alle Arten von gemahlenem Getreide

Glucosaminhydrochlorid: aus Schalentieren gewonnene Substanz, die die Wasserspeicherfähigkeit des Knorpels unterstützt

Gluten: Siehe Maisgluten
Grieben: Abfallprodukt aus der Talgproduktion, ausgelassenes Fett von z.B. Innereien aus Tierkörperbeseitigungsanlagen
Guar (Guarmehl): Pflanzenfaserstoff, Verdickungs- und Mehlbehandlungsmittel, Guarkernmehl quillt im Magen stark auf und verringert dadurch das Hungergefühl
Karamell: erhitzter Haushaltszucker
Kleber / Kleiber: Schicht zwischen Außenhülle und Mehlkörper eines Getreidekorns, Abfallprodukt bei der Mehlerzeugung
Kleie: Keim und Randschichten des Getreidekorns, Rückstand aus der Getreideverarbeitung
Knochenmehl: gemahlene Knochen, meist aus Tierkörperbeseitigungsanlagen
LCarnitin: fördert die Fettverbrennung, das ist auch nötig bei der Menge an Kohlenhydraten und Zucker, die das Futter enthält, die uns dick machen
Mais: ist laut wissenschaftlicher Untersuchungen Hauptauslöser von Allergien
Maisglutenfutter: auch Maiskleberfutter Nebenerzeugnis der Maisstärkegewinnung (Nassmüllerei). Es besteht aus Kleie und Kleber und enthält viel Protein, das für uns kaum verwertbar ist und kommt vor allem in der Rinderzucht zum Einsatz. Maisgluten verhindert Durchfall und hält dadurch unverwertete Stoffe als auch Giftstoffe im Körper fest, was eine erhebliche Belastung der Nieren und Leber darstellt, da diese Stoffe ständig abgebaut werden müssen.
Melasse: Nebenprodukt der Zuckerherstellung, besteht zur Hälfte aus Saccharose
Molkereierzeugnisse: Käse, Milchpulver, Molke etc., können als Zuckerversteck dienen
Natriumchlorid: Kochsalz
Natriumpolyphosphat (E452 auch Polyphosphate, Natriumpolyphosphat, Kaliumpolyphosphat, Natriumcalciumpolyphosphat, Calciumpolyphosphat): Künstlich hergestellter Stabilisator, Emulgator und Säureregulator- auch als Phosphate bezeichnet.
Natriumsulfat, -bisulfat, -nitrit: Konservierungsmittel mit schädlichen Nebenwirkungen
Pantothensäure: Vitamin B5
pflanzliche Eiweißextrakte: Rückstand aus der Herstellung pflanzlicher Öle, meist Sojaprodukte
pflanzliche Nebenerzeugnisse: z. B. Pressrückstände aus der Ölherstellung, Gemüseabfälle aus der Lebensmittelherstellung. Soja ist kostengünstig und deshalb in vielen minderwertigen Tierfuttern enthalten, allerdings ist Soja für Katzen oft schwer verdaulich. Rübenschnitzel, Maisgluten, Cellulose (Erdnussschalen, Stroh), Braunreis, Reisstärke, Abfallprodukte der Bierbrauereien usw. Rote Beete Saft kommt zum Einsatz und suggeriert auf Grund der dunkleren Kotfärbung, dass viel Fleisch im Futter wäre.
Propyllgalate: Künstlich hergestelltes Antioxidationsmittel. Es besteht der Verdacht, dass dieser Stoff die Aufnahme von Eisen behindert. Alle Gallate stehen unter Verdacht, Allergien auszulösen.
Zuckerrübentrockenschnitzel: Nebenerzeugnis, das bei der Zuckergewinnung aus Zuckerrüben anfällt und aus extrahierten getrockneten Schnitzeln besteht und wird normalerweise als als Kraftfutter für Pferde und Kühe verwendet

Fortsetzung folgt

   
Deklaration verstehen
Deklaration: 100 % aus frischem Fleisch
Anmerkung: Bedeutet nicht, dass Futter besteht zu 100 % aus Fleisch, sondern die enthaltene Menge an Fleisch ist frisch
Deklaration: Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse
Anmerkung: Nur wenn der prozentuale Anteil an Fleisch konkret angegeben wird, könnt Ihr nachvollziehen, wie hoch der tatsächliche Fleischanteil ist.
Vergleiche:
50% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (mind. 20 % Huhn) Die Angabe 50% kann sich auf das Fleisch als auch auf die Nebenerzeugnisse beziehen und die 20% Huhn sagen lediglich aus, wie hoch die Anteile Huhn sind. Um welche Teile es sich vom Huhn handelt ist nicht erkennbar.
70% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (davon 65 % Hühnerfleisch und 5% Leber) Es ist eindeutig zu erkennen, dass 65 % Fleisch und 5 % Nebenerzeugnisse enthalten sind.
Ist im Futter ein hoher Fleischanteil enthalten, wird es der Hersteller auf jeden Fall mit Vergnügen auf die Dose schreiben.
Futterbeispiele:
Eine optimale Deklaration sollte in etwa so aussehen:
Zusammensetzung: 70% Fleisch (40% Rind, 30% Huhn), % Gemüse (Gemüseart), % Reis oder Nudeln, Mineralstoffe, Taurin
Inhaltsstoffe: Rohprotein 16 %, Rohfett 6 %, Rohasche 1,7%, Rohfaser 0,2%, Feuchtigkeit 75%
Fütterungsempfehlung für eine durchschnittliche Katze 4-5 kg beträgt 200g.
Den höchsten Anteil sollte immer Fleisch ausmachen und nicht die tierischen Nebenerzeugnisse.
Keine Vitaminzusätze, keine Farbstoffe, kein Soja, keine Konservierungsmittel,
keine EG-Zusatzstoffe
Futter 1
Sorte ***** mit Hühnchen
Zusammensetzung: Lunge, Kehle, Fleischgrieben, Hühnchen (mind. 4%), Niere, Leber, Schweinepfoten, Minerale, Vitamine
Anmerkung: Das Futter besteht hauptsächlich aus Innereien. Innereien in kleinen Mengen sind durchaus gesund, weil sie sehr vitaminhaltig sind. Aber als Hauptbestandteil der täglichen Ernährung sind sie nicht geeignet. Katzen in freier Natur lassen Innereien oft liegen und fressen sie nur bei Bedarf. Nicht erkennbar ist, ob überhaupt schieres Muskelfleisch enthalten ist.
4 % geben lediglich an, wie viel von der geschmacksgebenden Komponente enthalten ist. Es kann sich hierbei um alles vom Huhn handeln.
Fütterungsempfehlung für eine durchschnittliche Katze 4-5 kg beträgt 400g - 500g.
Futter 2
Sorte Truthahn und Huhn in Tomatengelee
Zusammensetzung: Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (jew. min. 4% Truthahn und Huhn), Fisch und Fischnebenerzeugnisse, Gemüse (min. 4% Tomaten in Gelee), Mineralstoffe, Zucker.
Anmerkung: Das Futter enthält 4% Fleisch vom Truthahn und 4% Fleisch vom Huhn, so wie tierische Nebenerzeugnisse, davon sind 4% Nebenerzeugnisse und ebenfalls 4% vom Huhn.
Laut Etikett sind 8% Fleisch enthalten.
Nicht erkennbar ist, wie viel Fisch und wie viel Fischnebenerzeugnisse enthalten sind. Ebenso wie hoch der Gesamtanteil an Gemüse ist. Und was ist der Rest???
Zucker hat in Katzenfutter grundsätzlich nichts zu suchen.
Fütterungsempfehlung für eine durchschnittliche Katze 4-5 kg beträgt 400g - 500g.
Es gibt noch viele andere Möglichkeiten der Deklaration. Ich belasse es bei den beiden Beispielen und hoffe, dass Euch meine Ausführungen beim Entschlüsseln der Etiketten helfen.
 
 
 
 
 

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letzte Aktualisierung am 11.02.2008